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Ratgeber

Pflastersteine reinigen: Methoden, Hausmittel und wann sich der Profi lohnt

Verblasste, vermooste Pflastersteine lassen jede Einfahrt ungepflegt wirken. Hier lesen Sie, wie Sie Pflaster Schritt für Schritt selbst reinigen, welche Hausmittel helfen und welche schaden, was die professionelle Reinigung kostet — und woran Sie merken, dass sich der Profi lohnt.

Aktualisiert am 18. Juni 2026 · 7 Min Lesezeit · von Blankstein Steinreinigung

Pflastersteine einer Hofeinfahrt, teils mit Moos und Grünbelag in den Fugen (Illustration — beispielhafte Darstellung)

Wie reinigt man Pflastersteine richtig?

Pflastersteine reinigt man in vier Schritten: grob kehren, den Belag mit Bürste, Reiniger oder Hochdruck lösen, den gelösten Schmutz abspülen oder absaugen und zum Schluss die Fugen mit frischem Sand auffüllen. Erst die Neuverfugung macht das Ergebnis dauerhaft und verhindert, dass Steine nachsacken.

Der häufigste Fehler ist, nur den sichtbaren Schmutz wegzuspritzen und die Fugen offen zu lassen — dann wächst das Grün innerhalb weniger Wochen zurück und die Steine verschieben sich. Gehen Sie deshalb in Ruhe und in dieser Reihenfolge vor:

  1. Grob kehren: Lose Blätter, Erde und Unkraut entfernen, damit Sie sehen, womit Sie es zu tun haben.
  2. Belag lösen: Mit harter Fugenbürste und Reiniger oder mit dem Hochdruckreiniger (Flächenreiniger-Aufsatz) den festsitzenden Schmutz lösen.
  3. Schmutz wegnehmen: Den gelösten Belag abspülen oder nass absaugen — nicht in die Beete laufen lassen.
  4. Fugen neu verfüllen: Pflaster- oder Fugensand einkehren, bis die Fugen randvoll sind. Erst das macht das Ergebnis dauerhaft.

Pflastersteine reinigen mit Hausmitteln — was hilft, was schadet

Bei leichter Verschmutzung helfen Hausmittel wie Soda, Schmierseife oder ein Dampfreiniger. Von Essig, Salz und Chlor sollten Sie die Finger lassen: Sie greifen Fugen und Beton an, schaden Pflanzen und sind auf befestigten Flächen rechtlich heikel. Für hartnäckigen Grünbelag sind Hausmittel ohnehin nur eine Notlösung.

Soda (Waschsoda) in warmem Wasser gelöst löst Fett und leichten Grünschleier ganz ordentlich — einwirken lassen, schrubben, abspülen. Schmierseife wirkt ähnlich und ist materialschonend. Ein Dampfreiniger tötet Moos und Unkraut in den Fugen mit Hitze ab, ganz ohne Chemie, ist aber bei großen Flächen mühsam.

Bei stärkerem Befall kommen Sie mit Hausmitteln allerdings nicht weit — dann führt kein Weg an einem Hochdruckreiniger oder einem speziellen Steinreiniger vorbei.

Finger weg von Essig und Salz. Beide schädigen den Zement in Fugen und Beton, laufen in Beete und Grundwasser und sind auf befestigten Flächen wie Einfahrten sogar verboten. Auch Chlor und scharfe Säuren bleichen den Stein aus — das gehört in den Sondermüll, nicht auf die Fläche.

Hausmittel für Pflastersteine im Überblick.
HausmittelWirkungGeeignet fürVorsicht
Soda / Schmierseifelöst Fett & leichten Grünschleierleichte Verschmutzunggründlich abspülen
Dampfreinigertötet Moos & Unkraut mit Hitze abFugen, kleine Flächenmühsam bei großen Flächen
Essig / Salzkurzfristig gegen Unkrautschädigt Fugen, Beton & Pflanzen, auf befestigten Flächen verboten
Chlor / starke Säurebleicht Belagschädigt Naturstein, umweltschädlich

Mit dem Hochdruckreiniger: Flächenreiniger statt Punktstrahl

Mit dem Hochdruckreiniger geht es schnell — aber nur mit dem richtigen Aufsatz. Ein rotierender Flächenreiniger verteilt den Druck gleichmäßig und reinigt streifenfrei. Die spitze Punkt-Lanze dagegen wäscht bei zu geringem Abstand die Fugen aus und raut die Oberfläche auf. Danach gehört frischer Fugensand eingekehrt.

Der Hochdruckreiniger ist das wirksamste Werkzeug gegen festsitzenden Grünbelag — vorausgesetzt, Sie nutzen den runden Flächenreiniger-Aufsatz. Er hält den Abstand konstant, verteilt den Strahl und hinterlässt keine Streifen. Arbeiten Sie in gleichmäßigen Bahnen mit etwas Überlappung.

Mit der nackten Punkt-Lanze richten Hobby-Reiniger dagegen oft mehr Schaden als Nutzen an: Zu nah am Stein spült der Strahl den kompletten Fugensand heraus, treibt die Steine auseinander und raut weichen Naturstein oder Sichtbeton auf. Das Pflaster sackt nach und vergrünt in den offenen Fugen erst recht. Halten Sie deshalb genug Abstand, gehen Sie nie zu lange auf eine Stelle — und planen Sie fest ein, die Fugen hinterher neu zu verfüllen.

Ausgewaschene Fugen und gelockerte Pflastersteine nach falsch eingesetztem Hochdruck (Illustration — beispielhafte Darstellung)
Typischer Schaden durch eine zu nah geführte Punkt-Lanze. Beispielhafte Darstellung.

Grünbelag, Moos und Unkraut entfernen

Grünbelag und Moos entfernen Sie am gründlichsten mechanisch: mit Flächenreiniger oder Fugenbürste lösen, dann abkehren. Unkraut in den Fugen ziehen Sie samt Wurzel oder brennen es ab. Wichtig ist das Nachfüllen der Fugen mit Sand — volle, feste Fugen lassen Moos und Unkraut deutlich schlechter Fuß fassen.

Grünbelag ist nichts anderes als ein Film aus Algen und Moos, der sich an feuchten, schattigen Stellen bildet. Nordseiten, Flächen unter Bäumen und schlecht ablaufendes Pflaster sind besonders betroffen. Mechanisch — also mit Druck oder Bürste — bekommen Sie ihn am zuverlässigsten weg; chemische Grünbelagentferner wirken, sind aber nicht überall erlaubt und nicht immer nötig.

Unkraut in den Fugen reißen Sie am besten nach Regen mit dem Fugenkratzer heraus, solange der Boden weich ist, oder Sie setzen ein Abflammgerät ein. Der eigentliche Trick gegen Wiederbewuchs liegt aber in den Fugen: Sind sie nach der Reinigung wieder voll mit festem Sand, fehlt dem Grün der Halt — und Sie haben länger Ruhe.

Das hilft zuverlässig gegen Grünbelag:

  • Flächenreiniger oder harte Fugenbürste — löst Moos mechanisch bis in die Fuge
  • Dampfreiniger — tötet Moos und Unkraut mit Hitze ab, ohne Chemie
  • Unkraut nach Regen samt Wurzel ziehen oder abflammen
  • Fugen mit festem Sand auffüllen — nimmt dem Grün den Halt
Moos und Grünbelag in den Fugen einer Pflasterfläche vor der Reinigung (Illustration — beispielhafte Darstellung)

Warum die Fugen nach dem Reinigen neu verfüllt werden müssen

Beim Reinigen wird fast immer Fugensand mit ausgespült. Bleiben die Fugen leer, verlieren die Steine ihren Halt, verschieben sich und das Pflaster wird uneben. Frisch eingekehrter Pflaster- oder Fugensand stabilisiert die Fläche und bremst neuen Bewuchs. Die Neuverfugung gehört deshalb fest zu jeder gründlichen Reinigung dazu.

Fugensand ist nicht nur Kosmetik — er ist das, was eine Pflasterfläche zusammenhält. Jeder Stein stützt sich über die gefüllten Fugen am Nachbarstein ab. Fehlt der Sand, kippen Randsteine, es bilden sich Spurrillen und Wasser steht in den Vertiefungen. Genau dieses Wasser sorgt dann für den nächsten Grünbelag.

Nach dem Reinigen lassen Sie die Fläche zunächst gut abtrocknen. Dann kehren Sie trockenen Pflaster- oder Fugensand diagonal in die Fugen ein, bis sie randvoll sind, und wiederholen das nach dem ersten Regen, weil sich der Sand setzt. Wer es besonders stabil mag, nimmt einen verfestigenden Fugensand. Erst mit vollen Fugen ist die Reinigung wirklich abgeschlossen — vorher ist sie nur das halbe Ergebnis.

Pflasterfläche mit ausgewaschenen, offenen Fugen, in denen der Sand fehlt (Illustration — beispielhafte Darstellung)

Pflaster imprägnieren — lohnt sich das?

Eine Imprägnierung lohnt sich vor allem an schattigen Flächen, die schnell wieder vergrünen. Sie legt einen unsichtbaren Schutzfilm auf den Stein: Wasser perlt ab, Moos und Schmutz finden weniger Halt, die Fläche bleibt länger sauber. Aufgetragen wird sie nur auf saubere, trockene Steine — sonst schließt man den Schmutz mit ein.

Eine Imprägnierung ersetzt die Reinigung nicht, sie verlängert ihr Ergebnis. Der Schutzfilm zieht in den Stein ein, ohne ihn glänzen zu lassen, und macht die Oberfläche wasserabweisend. Dadurch trocknet die Fläche schneller ab, und genau das nimmt Algen und Moos die Lebensgrundlage. An sonnigen, gut ablaufenden Einfahrten ist der Effekt kleiner als an der schattigen Nordseite.

Wichtig ist die Reihenfolge: erst gründlich reinigen, neu verfugen, vollständig trocknen lassen — und dann imprägnieren. Wer ein noch feuchtes oder schmutziges Pflaster versiegelt, schließt den Belag mit ein, und das Ergebnis sieht schlechter aus als vorher. Eine fachgerechte Imprägnierung hält je nach Beanspruchung mehrere Jahre und lässt sich auffrischen. Beim Profi kostet sie meist rund einen Euro pro Quadratmeter mehr als die reine Reinigung.

Was kostet die professionelle Pflasterreinigung?

Die professionelle Pflasterreinigung kostet als Richtwert etwa 7 €/m² inklusive Reinigung und Neuverfugung, mit Imprägnierung rund 8 €/m². Eine 40 m² große Einfahrt kostet damit 280 €, mit Imprägnierung 320 €. Wer selbst reinigt, spart die Arbeitskosten, zahlt aber Gerätemiete, Sand und vor allem viel Zeit.

Die reine Geräteseite ist beim Selbermachen überschaubar: Ein Hochdruckreiniger mit Flächenreiniger lässt sich für etwa 30 bis 50 € am Tag mieten, dazu kommen Fugensand und gegebenenfalls Reiniger. Was Heimwerker unterschätzen, ist der Zeitaufwand — eine größere Einfahrt kostet schnell einen ganzen Wochenend-Tag, inklusive Trocknen und Verfugen.

Der Profi kalkuliert transparent über die Quadratmeter und bringt Flächenreiniger, Absaugung und Material mit. Bei Blankstein ist der Richtpreis ein unverbindlicher Rahmen; das verbindliche Angebot entsteht nach Fotos und Maßen oder bei einer kostenlosen Besichtigung. Online nennen wir bewusst keinen festen Preis vorab, weil Zustand und Größe der Fläche den Aufwand bestimmen. Die folgende Tabelle stellt beide Wege gegenüber.

Selbst reinigen oder Profi — grobe Kostenorientierung für rund 40 m².
VarianteAufwandKosten (Richtwert)
Selbst, Bürste + Hausmittelsehr hoch, nur bei leichtem BelagMaterial ~10–30 €
Selbst, Hochdruck gemietetein Wochenend-Tag~50–100 € (Miete, Sand)
Profi inkl. NeuverfugungTermin, ~1–2 Std.~280 € (7 €/m²)
Profi inkl. ImprägnierungTermin~320 € (8 €/m²)

Selbst reinigen oder Profi beauftragen?

Selbst reinigen lohnt sich bei kleinen Flächen und leichtem Belag, wenn Sie Zeit und einen Hochdruckreiniger haben. Bei großen Flächen, hartnäckigem Grünbelag, empfindlichem Naturstein oder wenn das Ergebnis dauerhaft stimmen soll, ist der Profi meist günstiger als gedacht — weil Gerätemiete, Sand und ein verlorener Wochenend-Tag zusammenkommen.

Faustregel: Bis etwa 15 bis 20 Quadratmeter Gehweg mit leichtem Schleier ist Selbermachen vertretbar. Sobald es um eine ganze Einfahrt geht, der Belag tief sitzt oder Naturstein im Spiel ist, sprechen Aufwand und Risiko für den Fachbetrieb — vor allem, weil die meisten Heimwerker die Neuverfugung und das richtige Absaugen unterschätzen.

Wir reinigen Pflaster im Havelland und am westlichen Berliner Rand mit rotierenden Flächenreinigern, saugen den Schmutz sauber ab und verfugen neu — auf Wunsch mit Imprägnierung. Sie bekommen vorab einen Richtpreis und nach ein, zwei Fotos ein konkretes Angebot. Antwort < 2 h — werktags 8–18 Uhr. Wenn Sie also abwägen, ob sich der eigene Aufwand lohnt: Fragen Sie einfach unverbindlich an und vergleichen Sie.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet

Wie oft sollte man Pflastersteine reinigen?

Je nach Lage einmal im Jahr bis alle zwei Jahre. Schattige, feuchte Flächen an der Nordseite oder unter Bäumen vergrünen schneller und brauchen häufiger eine Reinigung. Volle Fugen und eine Imprägnierung verlängern den Abstand zwischen zwei Reinigungen deutlich.

Welcher Reiniger eignet sich für Pflastersteine?

Für leichten Belag reichen Soda oder Schmierseife, für stärkeren ein spezieller Stein- oder Grünbelagreiniger. Finger weg von Essig, Salz und Chlor — sie schädigen Fugen, Beton und Pflanzen und sind auf befestigten Flächen rechtlich heikel. Im Zweifel ist klares Wasser mit Flächenreiniger die sicherste Wahl.

Schadet der Hochdruckreiniger den Pflastersteinen?

Falsch eingesetzt ja: Eine Punkt-Lanze zu nah am Stein wäscht die Fugen aus und raut die Oberfläche auf. Mit einem rotierenden Flächenreiniger und genug Abstand passiert das nicht. Nach jeder Hochdruckreinigung sollten die Fugen mit frischem Sand neu verfüllt werden.

Was kostet es, Pflastersteine reinigen zu lassen?

Als Richtwert etwa 7 €/m² inklusive Reinigung und Neuverfugung, mit Imprägnierung rund 8 €/m². Eine 40 m² große Einfahrt kostet damit 280 €, mit Imprägnierung 320 €. Das verbindliche Angebot erstellt der Betrieb nach Fotos und Maßen oder vor Ort; alle Preise sollten Endpreise ohne versteckte Kosten sein.

Muss man Pflaster nach dem Reinigen neu verfugen?

Ja. Beim Reinigen wird fast immer Fugensand ausgespült. Bleiben die Fugen leer, verschieben sich die Steine und das Grün kommt schneller zurück. Frisch eingekehrter Pflaster- oder Fugensand stabilisiert die Fläche — das gehört zu jeder gründlichen Reinigung dazu.

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